Wie man ein guter Punktrichter ist

Punktrichter sind wesentlich für den korrekten Ablauf eines Light-Contact Matches, denn sie sind es, die beurteilen, welche Boxerin einen Match gewinnt. Es ist eine sehr wichtige Arbeit im Hintergrund, die sie leisten, um den Sport möglich zu machen.

 

Gute Punktrichter:

  • beherrschen und beachten die Regeln
  • sind während der ganzen Dauer des Matchs konzentriert
  • sind fair und unparteiisch

 

Die wichtigsten Regeln

Das gesamte Reglement kann hier nachgelesen werden.

  • Es gibt Punkte pro gewonnenem Schlagwechsel. Wenn Boxer A drei Mal trifft und Boxer B ein einziges Mal trifft bei einem Schlagwechsel, so erhält Boxer A in diesem Schlagwechsel einen ( 1 ) Punkt. Nach jedem Schlagwechsel notiert der Punktrichter seine Entscheidung.
  • Treffer zählen nur, wenn die vordere Körperhälfte von Gürtel bis Stirne getroffen wird. Schläge auf die Deckung (Arme) sind erlaubt, aber geben keine Punkte. Schläge auf alle andern Bereiche sind verboten
  • Nur Treffer, die mit der geschlossenen Hand und dem Knöchelbereich ausgeführt werden, werden gezählt.
  • Fehler werden mit einem oder drei Strafpunkten geahndet. Die Dauer des Matchs schliesst die drei Runden ein, aber auch die Pausen dazwischen! - unkorrektes Verhalten eines Boxers oder einer Trainerin kann auch während der Pausen geahndet werden
  • Neun Strafpunkte führen zur Disqualifikation

 

Volle Aufmerksamkeit und Konzentration

Boxen ist ein schneller Sport.

Damit ein Match korrekt beurteilt wird, ist es erforderlich, während der ganzen Dauer des Matchs voll konzentriert auf das Geschehen zu sein.

Auch wenn es pro Match drei Punktrichter hat, und somit nie eine einzelne Person über Sieg oder Niederlage entscheiden muss, so ist es doch am überzeugendsten, wenn alle drei Personen zum gleichen oder doch einem ähnlichen Urteil kommen.

Speziell wenn es sich eindeutig verhält, und eine Boxerin ihrer Gegnerin eindeutig überlegen ist, muss sich das auch in den Entscheidungen der Punktrichter widerspiegeln.

Ideal ist es deshalb, wenn die Punktrichterinnen selbst Boxerfahrung haben und deshalb aus eigener Erfahrung die Lage einschätzen können.

Wenn die Punktrichter gut arbeiten, läuft alles wie geschmiert. Wenn Punktrichter nachlässig sind oder Fehler machen, entsteht böses Blut und Ärger unter den Sportlerinnen und Trainern, was sehr bedauerlich wäre.

Fairness und Unparteilichkeit

Auch wenn beim Matchmaking darauf geachtet wird, dass Punktrichter immer nur jene Boxerinnen beurteilen, die nicht im selben Club boxen - so kann es doch ausnahmsweise vorkommen, dass ein Teamkollege gepunktet werden muss.

Ebenso spielen Sympathien, persönliche Bekanntschaften und andere Faktoren eine Rolle.

Eine gute Punktrichterin achtet penibel darauf, sachgemäss und nüchtern zu urteilen, und alle Boxer nach denselben Massstäben zu beurteilen.

Wenn Punktricher all diese Eigenschaften mitbringen, sorgen sie sehr wesentlich dafür, dass Wettkämpfe fair, spannend und attraktiv für alle Beteiligten sind, und tragen zu einem reibungslosen Ablauf bei.

 

Geposted am 06.08.2019 um 14:01 Uhr von Limitiert

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