Light-Contact: Modell für Deutschland?

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Deutschland spannt zusammen in der Kampfsportforschung. Am 6.-7. April 2011 fand in Bayreuth ein Symposium statt, an dem es darum ging, eine DVS-Kommission (Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften) zu gründen.

Mit dabei waren Vertreter aus dem Boxsport, Judo, Karate u.v.m. Die Kommission soll sich auch vermehrt mit sozialen und pädagogischen Fragen auseinandersetzen, was bisher in der Kampfsport-Forschung eher zu kurz kam; im Boxsport z.B. gibt es eine Fülle von Untersuchungen zum Spitzensport (Wettkampf-Analysen, Ausdauer-, Kraft-, und Technisch-taktische Untersuchungen), mehrheitlich vom IAT und aus DDR-Zeiten.

Grosses Interesse an Schweizer LC-Modell

Stefan Käser, Ausbildungsverantwortlicher von SwissBoxing, hatte die Gelegenheit, Light-Contact Boxing vorzustellen, was bei diversen Experten auf grosses Interesse stiess. Einhellig war die Meinung, wenn überhaupt, dann auf diese Weise Boxen auch im Schulsport vermittelt werden könne. Im Bundesland Niedersachsen gibt es bisher ein Projekt, bei welchem Turnlehrer und Trainer für Leichtkontaktboxen (boxe éducative) zusammenarbeiten.

Wissenschaftliche Argumente gegen Vorurteile

Die Bildung der erwähnten Kommission ist indirekt auch für die Schweiz interessant, da daraus zu hoffen ist, dass künftig wissenschaftlich abgesicherte Argumente den Vorurteilen gegenüber dem Kampfsportarten und deren Risiko für die Schule Gegensteuer leisten können. Dies würde eine Zusammenarbeit zwischen Boxanbietern mit pädagogisch fundierten Konzepten und entsprechender Ausbildung, und dem Schulsport erleichtern.

Infos zu den Verbänden: Schweizerischer Verband für Sport in der Schule... und Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaften...