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Light-Contact Boxing International

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Vorbild unseres Sports ist Frankreich, wo über 18’000 Lizenzierte boxe éducative (bé) ausüben. Auch in anderen Ländern wird ohne harte Schläge geboxt. Je nach Landesverband werden die Schwerpunkte leicht anders gelegt. Gemeinsam ist aber allen das Ziel, eine gesunde Wettkampf-Alternative zum Vollkontaktboxen anzubieten, die die vielen Vorteile des Boxsports ohne das Risiko der harten Treffer nutzen lässt.

Anbei eine Auswahl an Länder, die das Leichtkontakt-Boxen gezielt fördern. Mehr Informationen finden sich auf den Seiten der entsprechenden Nationalen Boxverbände.

 

Frankreich: boxe éducative

Die meisten Mitglieder des französischen olympischen Teams begannen einst als Leichtkontaktboxer. Der französische Boxverband (FFB) sieht boxe éducative (bé) als ideale Vorbereitung auf das Olympische Boxen. So wird v.a. bei den nationalen Ausscheidungen tendenziell härter geschlagen, als in der Schweiz. Als Übergangsform entstand vor drei Jahren zusätzlich die Variante "Précombat", bei der zwar hart geschlagen werden darf, jedoch gleichzeitig ein Integralhelm getragen wird und der K.o. nicht zum Sieg führt.

 

Deutschland: Leichtkontaktboxen

Der Deutsche Boxverband (DBV) hat das Leichtkontaktboxen im 2017 offiziell in seinen Statuten unter Breitensport verankert, resp. ermöglicht. Aktuell (2019) bestehen aber noch keine Strukturen für einen Wettkampfbetrieb. Zurzeit wird der Fokus mehr auf das sogenannte Sportboxen gelegt, bei dem auch hart geschlagen werden darf, aber der Niederschlag verboten ist.

Die grösste Verbreitung hat das Leichtkontaktboxen bisher in Norddeutschland, wo in Niedersachsen im 2012 ein zweijähriges Projekt mit wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt wurde. Seither werden in mehreren Schulen AGs in Zusammenarbeit mit den Vereinen durchgeführt, und Weiterbildungen angeboten.

Mehrere Trainer haben die Ausbildung in der Schweiz besucht und Leichtkontaktboxen in ihre Regionen gebracht, wo es v.a. als Trainingsmittel eingesetzt wird, da noch kein Wettkampfbetrieb besteht.

 

Schweden: Diploma Boxing

Die Schwedische Variante reglementiert zwar nicht die Schlaghärte, der KO und harte Schläge führen aber auch hier nicht zum Sieg. Im Diploma Boxen werden die Kämpfe anhand der besseren Technik bewertet.

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Italien: Light Boxe

Hier darf ebenfalls nicht hart geschlagen werden, und aggressives Verhalten führt zur Disqualifikation.

 

Österreich: Militärisches Boxen

Der Österreichische Boxverband hat noch kein Leichtkontaktboxen eingeführt. Nachdem ein Ausbildungsleiters des Österreichischen Militärs, Gerald Pelikan, den Kurs «Trainer Light-Contact Boxing» der LCBA besucht hatte, wurde aber daraus das Military Light-Contact Boxing, später «Militärisches Boxen» entworfen und im Österreichischen Heer flächendeckend eingesetzt. 

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